ZHC Grubenlampe - TuS 1947 Radis 29:25 (11:15)

                                                                  Freie Presse 21.04.2015

 

 

In der zweiten Halbzeit Moral gezeigt!

Allerspätestens seit der Niederlage beim damaligen Tabellenletzten aus Oebisfelde, gibt es nur noch Endspiele für unseren ZHC, um den Klassenerhalt in der mitteldeutschen Oberliga zu erreichen. Am vergangenen Samstag war der TuS 1947 Radis zu so einem Endspiel zu Gast in der Sporthalle Neuplanitz.

„Kämpfen, Kratzen, Beißen“ hatte man sich vorgenommen, von Anfang an den absoluten Siegeswillen zeigen. Doch in der 1. Halbzeit zeigte unser Team eben genau diese Eigenschaften nicht. Viel zu nervös, ängstlich und ideenlos agierte man im Angriff. Vollkommen ohne Tempo wurden die Angriffe vorgetragen und unvorbereitete Würfe verfehlten ihr Ziel.

Die einzige Führung in der 1. Halbzeit erspielten sich unsere Mannen beim 4:3 nach 11 Spielminuten. Doch diese währte nicht lange. Schnell glichen die Gäste aus der Dübener Haide aus und gingen ihrerseits in Führung. Symptomatisch für das Spiel unseres ZHC in der 1. Spielhälfte, waren die letzten beiden Minuten dieses Spielabschnittes.

Beim 11:13 hatte man 3 Mal die Möglichkeit zu verkürzen und sogar selbst in Führung zu gehen. Doch im positiven Wollen wurden alle 3 Möglichkeiten fahrlässig vergeben. Technische Fehler oder überhastete Abschlüsse verhinderten ein positiveres Halbzeitergebnis. Da unsere Gäste sogar noch 2 Mal Kapital aus diesen Fehlern schlug, lag unser Team beim Seitenwechsel bereits mit 11:15 im Hintertreffen.

Ein schnelles Gegentor nach der Halbzeit und schon Betrug der Rückstand -5. Doch nun ging ein Ruck durch das gesamte Team. Die Halbzeitansprache von Jiri Tancos und René Bauer schien ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben. Endlich zeigte man diesen, anfangs angesprochenen absoluten Siegeswillen. In der Abwehr agierte man nun deutlich aggressiver und Keisuke Inamoto lief zur Höchstform auf.

Die daraus resultierenden Ballgewinne wurden in schnelle Gegenangriffe umgewandelt. Aber auch nach einem Gegentor wurde nun nicht lange gehadert, sondern man spielte konsequent die schnelle Mitte und kam vor allem über die Rechte Seite, durch Ondrej Masak und Lars Lindner immer wieder zu einfachen Treffern.

Vor allem Ondrej Maska, der in der ersten Halbzeit mit 4 Latten- oder Pfostentreffern viel Pech hatte, war nun eine wichtige Stütze im Angriff des ZHC. Ob über die 2. Welle, die schnelle Mitte oder im Positionsangriff, immer wieder erzielte Ondrej einfach und wichtige Tore für unser Team. War er in der ersten Halbzeit noch ohne Torerfolg geblieben, so erzielte er in der 2. Spielhälfte 8 Treffer!

So kam es, dass unsere Jungs beim 22:21 (45.) erstmals wieder in Führung gingen. Dieser Vorsprung konnte dann in der Folgezeit auch noch weiter ausgebaut werden. Der ZHC-Express rollte nun über die Gäste aus Radis und deren Gegenwehr war spätestens nach dem 28:22 (56.) gebrochen. Zum Schluss konnten die Radiser zwar noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, doch am Ende stand ein ungefährdeter 29:25 Heimsieg für unseren ZHC zu Buche.

Wenn unsere Jungs an die Leistung der 2. Halbzeit in den kommenden Spielen anknüpfen könnten, braucht einem um den Klassenerhalt nicht Bange sein. Wäre da nicht dieses Wörtchen „WENN“. Schon am kommenden Samstag haben unsere Jungs die nächste Gelegenheit einen Auswärtssieg bei einem Tabellenletzten einzufahren.

Dieses Mal geht es zur SG Spergau. Äußerst knapp konnte man das Hinspiel in eigener Halle mit 29:28 gewinnen. Dieses Ergebnis würde wohl aber auch dieses Mal jeder unterschreiben. Zum letzten Heimspiel am 02.05. erwartet unsere Mannschaft den starken HC Burgenland, ehe es am letzten Spieltag zum Krimi um den Klassenerhalt beim HC Ascherleben kommt.

   
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